Backyard 12+1
Backyard Ultra "Variante 12+1" in Munderfing (OÖ)
Am Samstag, den 7. August ging es in den Ortsteil Achenlohe der Gemeinde
Munderfing, um dort einen halben Tag lang laufen zu können. Im Backyard-Format gilt
es, jede Stunde eine 6,7km kurze Runde zu bewältigen. Ist man früher zurück, dürfen
die restlichen Minuten bis zur nächsten Stunde als Pause genutzt werden, wer aber
länger braucht ist raus. Ein klassischer Backyard Ultra geht bis last wo/man standing,
beim 12+1 Backyard ist das Ende der Veranstaltung aber bereits vorab bekannt: Nach
12 Runden (ca. 80km) im normalen Modus geht es in der 13. Runde (dem +1) darum,
möglichst schnell zu laufen - Hier werden also unter den verbliebenen Teilnehmenden
die Platzierungen entschieden.
Gemeinsam mit Betreuer Jürgen haben wir den Kofferraum in einen Küchen-
Kleiderschrank-Bereich umgebaut und mit einem Sonnenschirm und zwei Gartenstühlen
einen netten Pausenbereich gestaltet. Dann ging‘s auch schon los auf die erste Runde.
Wie man schon im Vorfeld erahnen konnte, waren Sonnencreme und Kappe unsere
ständigen Begleiter und als beste Neuentdeckung des Tages entpuppte sich ein kaltes
Fußbad während der Pause.
Die Strecke führte von der Feuerwehr Achenlohe über Feldwege nach Valentinhaft und
wieder zurück ins Startgelände. Anscheinend gab es in der Gegend nicht sonderlich
viele Konkurrenzveranstaltungen, da Runde für Runde Leute an der Strecke und im
Zielbereich waren und für Stimmung sorgten. Zu den Highlights zählte sicher auch der
Bieranstich unter dem Heulen der 12-Uhr-Sirene sowie der Solo-Trompeter mitten auf
einer Böschung, der uns mit einem AC/DC-Ständchen zum bestandenen Marathon
gratulierte. Ob der ganzen Ablenkung verliefen die Runden relativ schnell. Je später
desto mehr merkte man die steigende Anspannung unter den Teilnehmenden, da es für
die meisten Neuland war, nach 80km nochmal richtig schnell zu laufen. Wobei Neuland
hier vielleicht das falsche Wort ist, da wir ja immer auf der gleichen Runde unterwegs
waren und diese mit der Zeit schon wirklich gut kannten.
Pünktlich zum Sonnenuntergang ging es dann in die schnellen Schuhe, ein paar
Aufwärmübungen und Steigerungsläufe durften nicht fehlen, um auch ganz sicher warm
an der Startlinie der 13. Runde zu stehen. Schon ab der Startlinie war das Tempo
überraschend hoch und es machte extrem Spaß plötzlich wieder richtig schnell zu
laufen, es fühlte sich fast an wie fliegen. Unerwarteterweise war das Gefühl 2 Minuten
später noch immer richtig gut. Nach rund 2km super-schnellem „Abendspaziergang“
gemeinsam war es für Bernhard Zeit, noch ein paar Positionen gutzumachen, er konnte
in 26:34 als 4. das stimmungsvolle Ziel erreichen. Kathrin holte sich in 27:31 souverän
den Damensieg und Gesamt Rang 6.
Somit haben wir erfahren dürfen, dass sich die Beine auch nach 80km noch frisch
anfühlen können, die einzige Frage die bleibt, ist wie man „Achenlohe“ richtig ausspricht,
die Einheimischen orientieren sich da nicht direkt an der uns geläufigen Phonetik.








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