Austria Backyard Ultra - Der letzte Läufer dreht das Licht ab!
Backyard Ultra Team-Weltmeisterschaft Seekirchen
Gleich drei LAC-Mitglieder hatten die Ehre, Österreich bei der Backyard-Ultra-Team-WM gemeinsam mit 12 weiteren Athlet/innen zu vertreten.
Bei diesem Event stellt jedes Land ein 15-köpfiges Team. Gelaufen wird zeitgleich im jeweiligen Heimatland nach denselben Regeln: Zu jeder vollen Stunde starten die Athlet/innen auf eine 6,7 Kilometer lange Runde, den sogenannten "Yard". Dieser Ablauf wiederholt sich, bis nur noch eine Person übrig ist. Am 17.10. um 14:00 Mitteleuropäischer Zeit gingen 992 Läufer/innen aus 67 Ländern in ihren ersten Yard.
Der Austragungsort für Team Österreich war das Strandbad in Seekirchen mit Blick auf den Wallersee. Dieses verwandelte sich im Vorfeld in eine kleine Zeltstadt, wo sich die Betreuer/innen vor Wind und Wetter schützen und die Läufer/innen sich zwischen den Runden kurz erholen konnten
Die ersten Runden wurden bei trockenem Herbstwetter problemlos abgespult und dank einer tollen Teamdynamik erreichten alle Mitglieder um 5:00 morgens in guter Verfassung die 100-Kilometer-Marke. Der Sonnenaufgang wenig später brachte viel Motivation für den zweiten Tag. Gleichzeitig schlichen sich die ersten Wehwehchen und Ermüdungserscheinungen ein, welche von den Crews jedoch souverän gemanagt wurden.
In der zweiten Nacht (vom 18.10. auf 19.10.) wurde es dann ernst - weitere 14 Stunden Dunkelheit bahnten sich an. Um 20:00 waren schließlich 200 Kilometer in den Beinen. Im internationalen Ranking lagen wir damit bereits deutlich über den Erwartungen.
Nach und nach mussten die ersten Teammitglieder das Rennen nun leider beenden - zumeist aufgrund lädierter Gelenke oder Sehnen. Auch bei Eva-Maria, für die es nach einem mehrstündigen mentalen Tief gerade wieder bergauf zu gehen schien, machte schließlich die (von Anfang an nicht ganz fitte) Achillessehne einen Strich durch die Rechnung. Nichtsdestotrotz konnte sie ihre persönliche Bestmarke um 5 Runden auf 37 erhöhen und erreichte damit sensationelle 248 Kilometer .
Die 7 Verbliebenen sammelten im wiedergefundenen Tageslicht weiterhin Runden, wobei inzwischen jede einzelne einem mentalen und körperlichen Kampf glich. Nach 48 Stunden - also exakt 2 Tage nach Beginn des Events - beschlossen Kathrin und Bernhard, ihr Rennen nach jeweils 321 Kilometer gemeinsam zu beenden.
Auch bei den anderen Teammitgliedern schwanden die Kräfte: Ultra-Veteranin Angelika Huemer-Toff wurde mit einer Runde mehr beste Österreicherin und Stefan Wilfinger beendete als Last Man Standing alleine die 52. Runde.
Österreich erreichte am Ende mit 605 Yards und über 4000 Kilometern Platz 17 in der Nationenwertung und steht damit 9 Ränge höher als bei der letzten Austragung 2024.
Die gemeinsame Distanz der drei Harlekine:
133 Runden à 6,7km
oder 891 km
oder 198 Mal die Prater Hauptallee
oder mehr als 35 Mal von Mistelbach nach Laa a.d. Thaya
oder die Distanz von Mistelbach bis zum schiefen Turm von Pisa mit Staffelübergaben kurz vor Klagenfurt und in Venedig.
Wieviel isst und trinkt man da?
Bei Bernhard waren es ca. 17.000kcal und 31 Liter Flüssigkeit.
Kathrin und Eva-Maria waren da deutlich ökonomischer mit "nur" ca. 8000kcal und 17l bzw. 4500kcal und 7,5l
Zu guter Letzt möchten wir uns bei unseren tollen Betreuerteams bedanken, ohne die solche Projekte unmöglich wären: Steven, Charlotte, Thomas, Andrea, Jürgen, Susi und Christoph - Danke









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